Elektronischer Beifahrer - OBD-2-Bordcomputer „ScanGauge II“ im Test

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Aus ELVjournal 01/2012     0 Kommentare
 Elektronischer Beifahrer - OBD-2-Bordcomputer „ScanGauge II“ im Test

Inhalt des Fachbeitrags

  • Kompakter Tausendsassa
  • Installation und Inbetriebnahme
  • Zum Spritsparen animiert
  • Zusätzliche Cockpitinstrumente
  • Fehlercodes auslesen und löschen
  • Der Trip-Computer
  • Der Performance-Monitor
  • Fazit
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Er liegt genau zwischen OBD-Diagnosegerät und herkömmlichem Zusatz-Bordcomputer, denn er kann beides. Neben der einfachen OBD-Fehlerdiagnose nutzt der ScanGauge II den OBD-Anschluss dazu, um genaue Fahrzeugdaten in Echtzeit zu erhalten und diese zu einer Vielzahl für den Fahrer interessanter Informationen zu verarbeiten. Dabei kann er sowohl als zusätzliches Anzeigeinstrument für Fahrzeug- und Fahrdaten als auch als Trip-Computer arbeiten. Gerade die enorme Funktionsbandbreite war für uns Anlass, den superkompakten Bordcomputer einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Kompakter Tausendsassa

Viele Fahrzeuge sind heute bereits ab Werk mit einem Bordcomputer ausgestattet, der wichtige Daten zum Zustand von Bordsystemen oder zur Fahrt selbst anzeigt. Das fängt bei der simplen Anzeige der Außentemperatur an und geht bis hin zu komplexen Berechnungen, etwa der Rest-Reichweite des Tankinhalts. Gerade letztere Anzeige dürfte, neben einer Momentanverbrauchsanzeige, eine der beliebtesten Funktionen sein. Die meisten dieser Bordcomputer sind per Werkstattsoftware auch nachträglich auf gewünschte Funktionen programmierbar, was aber mitunter zum teuren Unterfangen wird. Längst aber nicht alle Fahrzeuge haben einen solch komfortablen „Beifahrer“ an Bord. Die Lösung heißt Zusatz-Bordcomputer. Die gibt es wie Sand am Meer, sie sind mehr oder weniger nützlich, und viele erweisen sich als Blender, weil sie Fahrdaten nur unzureichend anzeigen. Mit dem Erscheinen der ersten ScanGauge-Generation von Regiodata Nord betrat eine neue Generation die Bühne. Hier nutzt man wirklich den direkten Draht bis ganz tief in die Fahrzeugelektronik – der ScanGauge bezieht seine Informationen über die für alle Fahrzeuge ab Baujahr 2002 vorgeschriebene OBD-2-Schnittstelle. Über diese stehen alle relevanten Daten zur Verfügung, die für eine Zustandsdiagnose diverser Baugruppen sowie zur Ermittlung relevanter Fahrzustände herangezogen werden können. Mit etwas Rechenleistung kann man daraus vielerlei dynamische Daten ermitteln, vom Momentanverbrauch bis zur Beschleunigung oder der gerade beanspruchten Motorleistung. Mit dem ScanGauge II hat man Nägel mit Köpfen gemacht und zieht diese Daten zu einer enormen Anzahl von Auswertungen bis hin zu dynamischen Fahrdaten heran. Er kann gleichzeitig vier von 18 digitalen Instrumentenanzeigen darstellen, als Trip-Computer Streckendatensätze mit 11 wählbaren Parametern aufzeichnen und als einfaches OBD-Diagnosegerät inklusive der Löschung von Fehlercodes arbeiten und damit so manchen Werkstattbesuch sparen. Mit einer solchen Funktionsvielfalt schlägt der kompakte Bordcomputer auch jeden teuren, werkseitig installierten Bordcomputer. Ob die Papierform sich in der Praxis bewahrheitet, wollten wir wissen.

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