Die noch verfügbare Ladung eines NiCd-/NiMH-Akkus ist schwer kalkulierbar, da viele Faktoren einen Einfl uss haben. Wird die Energie in mehreren Phasen entnommen oder der Akku zwischen den Entnahmephasen sogar gelagert, sind der noch zur Verfügung stehende Energieinhalt und somit die noch verbleibende Nutzungsdauer nicht mehr abzuschätzen. Die kleine Schaltung arbeitet nach dem Ladungsbilanz-Verfahren mit einem hochintegrierten Baustein, der auf einfache Weise mit Hilfe von Widerständen programmiert und konfiguriert werden kann. Die Anpassung an unterschiedliche Akku-Packs von 4 bis 10 Zellen ist somit recht einfach möglich. Die Ladungsbilanz erstellt der Baustein aus den zu- und abfließenden Strömen, wobei die Ströme in einem weiten Bereich (500:1) variieren dürfen. Ein chipinterner Temperatursensor ermittelt die Umgebungstemperatur, um die von der Akku-Temperatur abhängige Selbstentladung zu berücksichtigen. Wahlweise kann eine absolute oder eine relative Kapazitätsanzeige erfolgen. Die Anzeige des aktuellen Energieinhalts erfolgt mit Hilfe von 5 Leuchtdioden. Während die 4 grünen LEDs immer proportional zum Energieinhalt leuchten, beginnt die gelbe LED zu blinken, wenn die Entladespannung den Wert von 1,05 V je Zelle unterschreitet. Sobald die Akku-Spannung 0,9 V je Zelle unterschreitet, gilt der Akku als vollständig entladen und die LED-Anzeige erlischt. Eine zusätzliche rote LED dient zur Überladungsanzeige im Absolutmodus.Die Anzeige des Ladungsinhalts kann je nach Konfiguration auf Tastendruck oder während der Ladung und Entladung automatisch erfolgen.



